Autor: NoComfort

Asterix im Morgenland, oder: Rainmaker on trail tour

Ich mag Regen nicht. Nicht beim Radfahren, nicht beim Wandern, nicht beim Laufen. Aber wenn es mal regnet, dann ist es halt so. Und wer viel draußen ist, kommt auch mal in den Regen. Blöd ists, wenn das dauernd passiert. Und bevor jetzt jemand diesen Spruch mit dem schlechten Wetter und der Kleidung bringt: Vorsicht! Das gibt sofort Blog-Verbot!

13 Summits Sky Marathon – es war noch nasser, als es aussieht (c) saalbach_com / Daniel Roos

Nachdem wir vor ein paar Jahren beim Wandern von der Isle of Skye gespült wurden und ich das Nordkapp im harten Dauerregen kennengelernt habe, waren die letzten Trailrunning-Jahre wettertechnisch ziemlich entspannt. Irgendwie hat es immer grob gepasst. Ich brauchte und hatte nur eine Regenjacke und die war so leicht, dass sie prima in die Pflichtausrüstung von Bergwettkämpfen passte. Beim Transalpine Run 2019 kam sie dann so schnell an ihre Grenzen, dass ich fast Erfrierungen bekommen hätte. Wirklich gut war sie wohl nicht. Nur wirklich teuer.

Jetzt bin ein kleiner Regenjackenfachmann. Nicht nur, weil ich am großen Regenjackentest von xc-run.de beteiligt war, sondern weil ich 2022 gefühlt nur im Regen gelaufen wird. Jedenfalls, sobald es in Wettkämpfe ging. Während die Umwelt mal wieder kurz vor Verdursten war und alle über viel, viel, viel zu wenig Regen geklagt haben, habe ich den Troubadix gemacht und lustig überall Regen hingebracht. Ganz klares Muster: Bei Wolken-Sonne-Mix freitags ankommen, im strömenden Regen samstags laufen, um dann am Sonntag wieder im Trockenen abzureisen. Eine der wenigen Ausnahmen: das Seven Sisters Skyline Rennen. Dort hat es auch Freitag und Sonntag und Montag schon und noch geregnet. Aber das war auch in Irland. Da gehört sich das so.

Regen in Irland? Na sowas! Seven Sisters Skyline (c) JuJu Jay

Klingt gerade übertrieben? Finde ich nicht. Ich habe die Dinger alle für xc-run.de runtergeschrieben – kann man gerne nachlesen:

O-SEE Ultra im Oktober 2022

Pitz Alpine Glacier Trail im August 2022

13 Summits Sky Marathon im Juni 2022

Innsbruck Alpine Trailrun Festival im Mai 2022

Seven Sisters im Mai 2022

Falls übrigens jemand etwas über Regenjacken wissen möchte – sagt Bescheid.

Das Training wird spezifischer: Tempospitzen und Höhenmeter

Frühling und Herbst scheinen wir kaum noch zu haben – nach dem Winter ist gefühlt der Sommer wieder da. Dem Training kommt das nur entgegen, denn der Winter wurde für Grundlagen genutzt. Lange Läufe, immer wieder schnelle Einheiten. Neben 30er-Wettkämpfen wie dem Frostwiesenlauf und dem Schneeglöckchenlauf sind auch die ersten beiden Marathons absolviert. Das ist gut so, denn in weniger als einer Woche steht schon der erste reine Trail-Wettkampf an: der Bleilochultra in Saalburg. Danach folgen fast Schlag auf Schlag der Fichtelberg Ultratrail und der Rennsteig Supermarathon.

Höhenmeter sammeln in Berliner Tristesse am Teufelsberg
Höhenmeter sammeln in Berliner Tristesse am Teufelsberg

Mit 74km wird der Rennsteig meine bisher längste Strecke. Gepaart mit diversen Höhenmetern. Um das Training noch spezifischer zu gestalten, versuche ich es mit gezielten Höhenmetern – z. B. beim Community Run Vertical-K am Berliner Teufelsberg (gut 800 HM auf 12km in 90 Minuten) und Sprint-Einheiten, um Spitzen zu setzen: 3.000m im Techniktraining in 11:09 Minuten und 4.300m beim Airport Nightrun in 14:50.

Alles wurde gut verdaut, das normale Training nicht beeinträchtigt. Nur die Tapering-Einheiten sind hart. Das süße Nichtstun ist mental ganz schön anstrengend. Passt die Form jetzt erstmal?

Der Bauch sagt: „Das passt schon so!“

Das Hirn sagt: „Wird schon hinhauen.“

Bleilochlauf, Fichtelberg und Rennsteig werden es zeigen. Danach stehen die wirklichen Herausforderungen an: Zum 1. Mal Zugspitz Ultratrail und das Skyrace im norwegischen Tromsø. Ich bin gespannt!

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén