Schlagwort: Fernwanderweg

Heidschnuckenweg: Durch die gefrorene Winter-Heide

Mit der aufgehenden Sonne zieht Magie in die gefrorene Heide. Menschenleer, karg, rauhreifbedeckt und still. Der perfekte Kopfurlaub zwischen den Jahren.

Heidschnuckenweg im Winter 2019
Heidschnuckenweg im Winter 2019

Der Name klingt betulich: Heidschnuckenweg. Es ist einer der bekanntesten und beliebtesten Qualitätswanderwege in Deutschland. 223 Kilometer lang, von Fischbek bis Celle in 13 Etappen. Ende Dezember ist hier niemand unterwegs, nur in Dorfnähe ab und an ein paar Menschen mit Hunden, Rädern oder Laufklamotten. Es ist kalt, die ohnehin karge Heide wellt blattlos und hartgefroren vor sich hin. Es ist friedlich.

Für den ganzen Weg reicht die Zeit leider nicht, aber immerhin für 5 Etappen, die sich problemlos in 3 Tagen durchwandern lassen. Der Himmel wechselt von verhangen zu Sonnenschein und es wird schnell klar, warum dieser Fernwanderweg so beliebt ist.

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Auf dem E1 am Nordkap: Einsam, nass, wild, großartig

4 Tage lang sind wir schon unterwegs. Zelt, Schlafsack, Verpflegung in den Rucksäcken. Wir sind am Nordkap gestartet, den Europäischen Fernwanderweg E1 runter. Seit 4 Tagen regnet es. Alles ist nass. Selbst die Taschentücher in der Plastiktüte in der tiefsten Mitte des wasserdicht verpackten Rucksacks. Die ersten Flussdurchquerungen waren noch aufregende Ärgernisse, die ersten wadentiefen Moraste waren noch Grund zum Fluchen. Sie wurden normal. Nach Tag 1 ist die 4er-Gruppe um 1 Person geschrumpft. #4 ist nicht fit genug, bricht ab, so lange noch die einzige Straße hier oben erreichbar ist.

 „Wahnsinnig schön hier. Glaube ich. Ich sehe halt nichts.“
„Wahnsinnig schön hier. Glaube ich. Ich sehe halt nichts.“

Wilder, leerer, unwirtlicher als die weite Steppe am Nordkap wird es in Europa nicht. „Wahnsinnig schön hier. Glaube ich. Ich sehe halt nichts.“ Das Zitat vom 1. Tag im dichten Nebel hallt mental noch lange nach. Wenn der Regen mal aufhört, zeigt sich Nordnorwegen in seiner schönsten Pracht. Unberührte Natur. Traumhafte Weite. Wildlaufende Rentierherden – dann wieder stundenlang nicht mal ein Vogel. Auch kein Baum. Kein Pfad. Kein Vogel. Nichts.

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